Was Selmo bewusst nicht beschreibt

Diese Seite beschreibt bewusst die Grenzen von Selmo.

Nicht, um etwas auszuschließen, sondern um klar zu machen, wofür Selmo gedacht ist – und wofür nicht.

Ein klares Modell braucht klare Grenzen.


Selmo beschreibt kein SPS-Programm

Selmo ist:

  • kein SPS-Framework

  • keine Sammlung von Bausteinen

  • Programmrichtlinie als Standard und Methode

  • Modell für Verhalten

Selmo beschreibt:

  • Maschinenverhalten

  • nicht die konkrete Implementierung im Code

Der erzeugte oder abgeleitete SPS-Code:

  • ist eine Umsetzung

  • nicht die Wahrheit

  • nicht der Referenzpunkt

Der Code folgt dem Modell – nicht umgekehrt.


Selmo beschreibt kein HMI-Design

Selmo definiert:

  • was angezeigt werden muss

  • warum es angezeigt wird

  • wann etwas als Abweichung gilt

Selmo definiert nicht:

  • Layouts

  • Bildschirmaufteilung

  • Farben im grafischen Sinn

  • Bedien-Workflows

Das HMI ist:

  • eine Ansicht auf das Modell

  • kein eigenständiges Konzept

Selmo beschreibt Bedeutung – nicht Gestaltung.


Selmo beschreibt keine Hardware-Auslegung

Selmo beschreibt keine:

  • Mechanik

  • Elektrokonstruktion

  • Pneumatik- oder Hydraulikschaltungen

  • Sensorplatzierung

  • Sicherheits-Hardware

Diese Entscheidungen gehören:

  • zur Konstruktion

  • zur Risikobeurteilung

  • zur Maschinenarchitektur

Selmo setzt voraus, dass diese Grundlagen fachlich korrekt sind.

Selmo modelliert Verhalten, nicht Physik.


Selmo beschreibt keine Sicherheits-Hardware

Selmo ersetzt keine:

  • Not-Halt-Kette

  • sichere Abschaltung

  • Sicherheits-SPS

  • mechanischen Schutzmaßnahmen

Selmo ergänzt diese durch:

  • explizite Zustandsmodelle

  • formale Überwachung

  • nachvollziehbare Reaktionen

Hardware-Sicherheit schützt physikalisch. Selmo-Sicherheit schützt logisch.


Selmo beschreibt keine Projektorganisation

Selmo ist:

  • kein Projektmanagement-Modell

  • keine Vorgehensmethode für Termine

  • keine Organisationsstruktur

Selmo kann Projekte unterstützen, ersetzt aber keine:

  • Rollenklärung

  • Verantwortungszuweisung

  • Prozessorganisation

Selmo strukturiert Maschinen – nicht Organisationen.


Selmo beschreibt keine Verantwortung ab

Selmo automatisiert:

  • Logik

  • Überwachung

  • Diagnose

  • Konsistenz

Selmo automatisiert nicht:

  • Entscheidungen über Zulässigkeit

  • Sicherheitsverantwortung

  • normative Bewertung

  • Haftung

Diese Verantwortung bleibt:

  • beim Menschen

  • beim Unternehmen

  • beim Betreiber

Selmo macht Verantwortung sichtbar – es übernimmt sie nicht.


Warum diese Abgrenzung wichtig ist

Diese Klarheit verhindert:

  • falsche Erwartungen

  • Überladung des Modells

  • Missbrauch als „Allzwecklösung“

  • spätere Enttäuschung

Und sie ermöglicht:

  • saubere Integration in bestehende Prozesse

  • klare Rollenverteilung

  • belastbare Argumentation

  • langfristige Stabilität


Zusammenfassung

Selmo beschreibt bewusst:

  • was eine Maschine tun darf

  • wann sie es tun darf

  • warum sie so reagiert

Selmo beschreibt bewusst nicht:

  • wie alles umgesetzt wird

  • wie alles gestaltet wird

  • wie alles organisiert wird

Selmo ist kein Ersatz für Engineering. Selmo ist dessen formales Fundament.

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