file-userSelmo - Dokumentation der Logik

📘 1. Überblick – Was ist Selmo?

1.1 Einführung

Selmo steht für Sequence Logic Modelling. Es ist ein modernes, modellbasiertes Konzept zur Beschreibung, Steuerung und Dokumentation von Maschinenprozessen.

Anders als klassische SPS-Programmierung setzt Selmo auf Prozessmodelle (PM):

  • visuell modellierte Zustandslogik in Form von deterministische endliche Automaten (DEA) spezielle Form als Selmo Automat (SDEA) in Sequences (SEQ),

  • klare Signalzuweisungen über sogenannte „Zonen“ je SEQ ,

  • standardisierte Layerstruktur (Logik, Systemaufbau, Parameter, Display),

  • automatische Generierung von SPS-Code, HMI für Steuerung und Beobachtung und die Prozessmodelle werden als Dokumentation erzeugt.

Ziel ist: 🧩 eine Maschine logisch beschreibbar, sicher steuerbar und vollständig dokumentierbar machenohne individuelle Programmierlogik für den logischen Prozess.

🧩Prozessablauf, Technologie und Funktion werden klar auf die Requirements abgestimmt und Funktionen werden als Standardfunktionen (wie ADD, DIV, PID, Softmotion usw.) in die Logik eingebunden.

🧩Die Programmstruktur und Bedienkonzept ist auf dem Selmo Standard aufgebaut und wird automatisch angewendet. Grundlegende Anforderungen, Betriebsarten, Abschaltung, Diagnose, Fehlermeldungen usw. sind automatisch in der Programmstruktur enthalten.

Was ist der Selmo-Standard – und warum er wichtig ist

Selmo steht für Sequence Logic Modeling – ein Standard zur modellbasierten Beschreibung und Umsetzung des Maschinenverhaltens. Der Selmo-Standard definiert, wie Maschinen logisch ablaufen, welche Zustände sie durchlaufen, wie Signale gesteuert und überwacht werden – und wie daraus vollständig nachvollziehbarer Steuerungscode entsteht.

Im Zentrum steht ein einfaches, aber mächtiges Prinzip:

Jeder Maschinenprozess wird als strukturierter Ablauf (Sequence) modelliert – mit klaren Zuständen, erwarteten Bedingungen und überwachten Signalen.

Durch diese Modellierung wird das Verhalten der Maschine:

  • klar dokumentiert,

  • deterministisch gesteuert,

  • automatisch diagnostizierbar,

  • und als SPS-Code vollständig generierbar.


Warum Selmo?

Konventionelle SPS-Programme wachsen oft unstrukturiert mit der Maschine. Änderungen, Erweiterungen oder Fehlersuchen werden dadurch zunehmend aufwändig, fehleranfällig und intransparent.

Selmo löst dieses Problem, indem es einen einheitlichen Standard für Ablauf, Struktur und Diagnose vorgibt:

Modell statt Code: Der Steuerungscode wird aus einem grafischen Ablaufmodell erzeugt – fehlerfrei und nachvollziehbar ✅ Sicherheit inklusive: Zustände, Bedingungen und Verriegelungen sind Teil des Modells – mit eingebauter Diagnose ✅ Strukturierte Wiederverwendbarkeit: Jede Aktion (z. B. Zylinder fahren) ist als Zone definiert – klar gekapselt und standardisiert ✅ Intelligente Diagnose: Alle Fehler werden automatisch aus dem Modell erkannt, lokalisiert und im HMI angezeigt ✅ Hand- und Automatikbetrieb logisch verknüpft – mit sicherer Bedienerführung durch MXIC, CMZ & Co.


Fazit

Der Selmo-Standard beschreibt nicht nur, wie Maschinen funktionieren sollen, sondern auch, wie dieses Verhalten korrekt modelliert, abgesichert und implementiert wird. Er ist die Grundlage für eine neue Art von Maschinenautomatisierung:

→ strukturiert, sicher, nachvollziehbar – und für alle Beteiligten verständlich.

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