2. Der Selmo-PTF-Prozess

Der PTF wird vor der Konstruktion durchgeführt. Dadurch können Prozessverständnis, Normenkonformität und technische Anforderungen noch frühzeitig angepasst werden.

Das Ziel:

  • Fehler vermeiden, bevor sie entstehen,

  • Risiken bewerten, bevor sie wirken,

  • und Lösungen standardisieren, bevor sie programmiert werden.

Der PTF verbindet:

  • Problemverständnis (vom Kunden),

  • Engineering-Disziplinen (Prozess, Technik, Funktion),

  • und die digitale Umsetzung (Selmo-Prozessmodell).

Disziplin
Dokument
Ziel
Prüfbarkeit

Mechanik

Zeichnung

Form, Bewegung, Geometrie

Maßprüfung

Elektro

Schaltplan

Energie, Signalfluss

Verdrahtungstest

Software

Selmo-PTF / Prozessmodell

Verhalten, Logik, Sicherheit

Formale Verifikation

Damit gelten für Software dieselben Prinzipien wie für Konstruktion: Dokumentation, Nachvollziehbarkeit, formale Korrektheit.

Aufbau

Der PTF gliedert sich in drei zentrale Ebenen:

1️⃣ Process → beschreibt den physikalischen und logischen Ablauf → Ziel, Zustände, Parameter, Abbruchbedingungen

2️⃣ Technology → beschreibt alle eingesetzten Technologien, Komponenten und Schnittstellen → Sensoren, Aktoren, Kommunikation, Normenanforderungen

3️⃣ Function → beschreibt die logischen Funktionen, Überwachungen und Parameter → Addierer, Timer, Sicherheitslogik, CMZ, MXIC etc.

Alle drei Ebenen bilden zusammen das vollständige Systemverhalten.

Normenkonformität & MVO 2027

Der PTF erfüllt die Anforderungen der MVO 2027:

  • Vollständige Dokumentation

  • Formale Prüfbarkeit

  • Nachvollziehbare Verantwortung

  • Risiko- und Maßnahmenmanagement

  • Gleichstellung aller Engineering-Disziplinen

Damit ist der PTF nicht nur Methode, sondern Nachweis eines regelkonformen, sicheren Entwicklungsprozesses.

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