Layer-Konzept
📘 Das Layer-Konzept in Selmo
Das Selmo-System ist dreischichtig aufgebaut – in sogenannten Layern. Jeder Layer erfüllt eine klar abgegrenzte Funktion:
Logic Layer – beschreibt den Ablauf
System Layer – definiert das Verhalten der Signale
Parameter Layer – verwaltet Daten wie Zeiten, Zähler, Werte
Diese Trennung schafft Transparenz, Prüfbarkeit und Wiederverwendbarkeit – vom Modell bis zur Codegenerierung.
🔷 1. Logic Layer – Der Ablaufplan
Der Logic Layer ist das Herzstück des Modells. Hier wird der Prozess in Zuständen beschrieben.
State
normaler Zustand (z. B. „Teil spannen“)
Timer
automatisch weiter nach definierter Zeit
Decision
bedingte Verzweigung (z. B. Sensor ok?)
Repeater
Wiederholungsschleifen (z. B. „bis max. 3 Versuche“)
Jump
Sprung zu einem anderen Zustand (z. B. bei Fehler)
Sequence Cross
synchroner Übergang zu anderer SEQ
Der Logic Layer bildet den deterministischen Automaten (SDEA) – also einen vollständig beschreibbaren Ablauf, frei von Seiteneffekten.
🔷 2. System Layer – Bit-Control & Zoneverhalten
Der System Layer legt fest, wie sich jede Zone in jedem Zustand verhalten soll. Er besteht aus einer Matrix (Bit-Control), in der:
die Zeilen Zustände sind,
die Spalten Zonen,
und jede Zellenposition einen Operanten trägt:
0
Zone ist inaktiv in diesem Zustand
S
Sequence Check – Zone wird aktiv erwartet
i
Interlock – Zone muss erfüllt sein, sonst Stopp
Zusätzlich werden:
HMI-Texte
Farben
Sicherheitsverknüpfungen (CMZ, MXIC) aus dem System Layer automatisch erzeugt.
🔷 3. Parameter Layer – Datenlogik
Der Parameter Layer erlaubt es, nicht-binäre Werte ins Modell zu integrieren – z. B.:
Zeiten (
TIME)Zähler (
INT)Flags (
BOOL)Positionen (
REAL)
Jeder Parameter kann verwendet werden als:
IN
vom Bediener einstellbar (z. B. Taktzeit)
OUT
vom System ermittelt (z. B. Ist-Zeit)
IN/OUT
kombinierbar (z. B. teachbare Sollwerte)
Parameter können:
in Zuständen verwendet werden (z. B. Timer-Zeit)
im HMI angezeigt oder verändert werden
über OPC UA oder MES-Schnittstellen kommunizieren
🎯 Vorteile der Layer-Trennung
Klarheit
Jede Funktion hat ihre definierte Ebene
Pflege
Änderungen betreffen nur den betroffenen Layer
Export
Jede Ebene erzeugt ihre eigene Dokumentation
Modularität
Layer können zwischen Projekten wiederverwendet werden
Validierung
Logik, Signalverhalten und Datenprüfung klar getrennt
✅ Fazit
Das Layer-Konzept macht Selmo sauber, wartbar, erweiterbar und nachvollziehbar.
📌 Logic → definiert den Ablauf, 📌 System → sichert das Verhalten der Technik, 📌 Parameter → liefert Werte für Variabilität, Performance und Schnittstelle.
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