📐 Risikoanalyse bei digitalen Eingängen

Wie Selmo das Risiko undefinierter Zustände systematisch auf 0 % reduziert


🧠 Grundprinzip: Wie entsteht Risiko?

In der klassischen Automatisierung entstehen Risiken durch undefinierte Zustände bei digitalen Eingängen. Je mehr Eingänge (Bits), desto größer der Zustandsraum: 2^n.

Viele dieser Zustände sind:

  • nicht erlaubt, oder

  • nicht als Fehler definiert → Sie sind unbestimmt = potenziell riskant.


🧮 Risikoformel

Risiko (%) = (2^n - (FM + Steps )) / 2^n × 100

Parameter:

  • n: Anzahl der digitalen Eingänge

  • 2^n: Gesamtanzahl mĂśglicher Zustände

  • FM: Anzahl klar definierter Fehlerzustände

  • Steps: Anzahl erlaubter Betriebszustände (z. B. Prozessschritte)

Beispiel:

  • 4 Eingänge → 2^4 = 16 Zustände

  • 5 erlaubte Schritte

  • 3 Fehlerzustände

Risiko = (16 - (3 + 5)) / 16 × 100 = 50 %

➡️ 50 % der möglichen Zustände sind unbestimmt und stellen ein Risiko dar.

Was passiert nun bei 32 Eingängen?


🎯 Ziel: Risiko minimieren

Je kleiner der Risikowert, desto mehr Zustände sind definiert (entweder als erlaubt oder als Fehler).

Optimierungsansatz:

  • 🔹 Erlaubte Zustände erweitern, wenn sicher

  • 🔹 Fehlerzustände klar definieren

  • 🔹 Unbekannte vermeiden


✅ Der Selmo-Ansatz: Risiko = 0 %

Selmo lÜst das Problem vollständig:

Alle Zustände sind im Modell explizit behandelt. → Alle anderen Zustände = automatisch Fehler.

Vorteile:

  • Kein Raum fĂźr unerwartete Zustände

  • Keine grauen Zonen

  • Keine manuelle Fehlerprogrammierung


🔎 Warum funktioniert das?

1. Vollständige Modellierung

  • Alle erlaubten Zustände sind logisch modelliert

  • Jeder andere Zustand = Fehlererkennung

2. Abweichungsbasierte Diagnose

  • Sobald ein Zustand nicht dem Modell entspricht: → Automatischer Stopp + präzise Fehlermeldung

3. Klarheit fĂźr den Bediener

  • Statt kryptischer Fehler: → konkrete Ursache sichtbar im HMI → schnellere Behebung

4. Kein Programmieraufwand fĂźr Fehler

  • Keine IF-Logik fĂźr Fehlerbedingungen nĂśtig

  • Das Modell Ăźbernimmt die PrĂźfung


📊 Risikomanagement mit Selmo

  • Jede Abweichung wird erkannt

  • Dokumentiert & analysierbar

  • Produktivitätssteigerung durch Ursachenbeseitigung → Fehler werden nicht Ăźberdeckt, sondern beseitigt


🔄 Technologischer Paradigmenwechsel

Selmo folgt dem Prinzip:

Prozess bestimmt Technologie – nicht umgekehrt.

🧱 Softwarezentriertes Engineering:

  • Prozesslogik → vor Hardwareauswahl

  • Maschinenverhalten → modellgetrieben

  • Steuerungscode → automatisch aus Modell

🧭 Verhaltensorientierte Steuerung:

  • Jeder Zustand = modelliert

  • Jede Eingabe = deterministische Reaktion

  • Simulierbar, prĂźfbar, transparent


📌 Zusammengefasst:

Klassisch
Selmo

Risiko durch unbestimmte Zustände

Risiko = 0 % durch Modellierung

Fehler mĂźssen programmiert werden

Fehler = automatisch detektiert

Hohes Test- & Diagnoseaufwand

Sofortige Abweichungserkennung

Hardwaregetrieben

Prozessgesteuert

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